Weinkultur

Weintraube – Weinbeere

Weintraube - WeinbeereWeinbeeren sind die Früchte der Weinrebe, einer Kletterpflanze, die zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen gehört. Heute sind rund 16.000 Rebsorten bekannt.

Es gibt Weinreben mit grünen bzw. gelben („weißen“) Beeren oder mit roten bis dunkelblauen Beeren. Die Beeren sind von kugeliger bis ovoider Form und haben einen Durchmesser von 6 bis 20 mm.

Umgangssprachlich wird eine einzelne Weinbeere auch Weintraube genannt. Weinbeeren wachsen in Bündeln, aber klar voneinander getrennt, heran. Ein solches Bündel von Weinbeeren wird auf Grund der traubenähnlichen Form ebenfalls als Weintraube bezeichnet. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juni. Weinbeeren können roh gegessen, zu Rosinen getrocknet oder zu Wein oder Traubensaft verarbeitet werden. Die Kerne der Beeren können zu Traubenkernöl verarbeitet werden.

Wein entsteht während der Weinherstellung durch die alkoholische Gärung. Dabei werden aus den Trauben durch Stampfen oder Pressen Moste oder Maischen hergestellt, die zu Wein vergoren werden.

Wein

WeinWein (entlehnt über provinzlateinisch vino aus lat. vinum) ist ein alkoholisches Getränk, das aus dem vergorenen Saft von Weinbeeren hergestellt wird. Durch spezifische önologische Ausbaumethoden kommt es bei der Lagerung zu zahlreichen biochemischen Reifeprozessen, die eine hohe Komplexität ausbilden können und auch dazu führen, das manche Weine Jahrzehnte lang reifen und haltbar sind.

Die häufigsten Weine sind Rot- und Weißweine sowie Roséweine. Schaumwein (Sekt, Cava, Champagner etc.) entsteht aus Wein während einer zweiten Gärung. Gering schäumende Weine werden als Perlweine bezeichnet (Prosecco frizzante, Secco etc.). Dabei wird in der Regel dem Wein die Kohlensäure technisch zugesetzt.

 

Weinlese

Bei der Traubenlese kann sich der Winzer meist zwischen einer manuellen Lese oder einer maschinellen Weinlese entscheiden. Keine Wahl haben hingegen Winzer mit sehr kleinen Parzellen oder Steillagen. Hier bleibt dem Winzer nur die manuelle Lese.

Die manuelle Lese ist ebenfalls erforderlich, wenn während des Lesevorgangs bereits eine Auslese stattfinden soll. Bei edelfaulen Beeren können bereits befallene Beeren einzeln gelesen werden. In mehreren Durchgängen kann mit dieser Methode edelfaules Material in ausreichender Menge und in bester Güte eingeholt werden. Ein anderer Beweggrund für die Handarbeit ist, Beeren mit Stielen und Stielgerüst zu ernten. Bei einem gewissen Anteil von Stielen kommt es zu einem schonenderen Pressen, da die Stiele den entstehenden Beerenbrei auflockern. Andererseits kann der in den Stielen vorhandene Gerbstoff dem Wein förderlich sein.

Der Genuss von Weinen

Wein wird aus Weingläsern genossen, von denen es je nach Art des Weines spezielle Formen und Größen gibt. Die unterschiedlichen Glasformen dienen zwei Zwecken:

Zum Ersten soll die Gesamtform eines Glases die Entfaltung der mit der Nase aufgenommenen Aromen unterstützen.

Zum Zweiten soll durch Art und Anordnung der Mündung die Kopfhaltung beim Trinken beeinflusst werden, damit wird die Wahrnehmung durch die Zunge gesteuert (Gläser für Süßweine bedingen zum Beispiel durch ihre Form eine Haltung, die beim Trinken dafür sorgt, dass die Geschmackswahrnehmung „süß“ in den Hintergrund tritt, um dem Trinkenden die Erfassung der übrigen, vorhandenen Aromen zu ermöglichen).

Während Weißweine gekühlt (8 bis 12 °C) serviert werden, werden Rotweine bei 14 bis 18 °C getrunken. Zur Kühlung bei Tisch werden meist Weinkühler verwendet, vasenähnliche Behälter, die entweder durch Isolation, Eiseinlage oder durch Verdunstungskälte (mit porösen genässten Terrakotta-Behältern oder einem um die Flasche gelegten feuchten Tuch) wirken.

In der gehobenen Gastronomie ist es üblich, Weißweinflaschen erst am Tisch zu öffnen und den Gast zunächst degustieren zu lassen. Einen alten Rotwein, bei dem Inhaltsstoffe wie Weinstein auskristallisiert sind, wird ein Kenner zunächst aus der Flasche in eine Karaffe umfüllen, wobei er ihn dekantiert. Bei diesem langsamen Abgießen über die Kante des Flaschenhalses bleibt eventueller Satz, das Depot, in der Flasche zurück. Anschließend lässt man den Rotwein längere Zeit „atmen“, das heißt, man gibt den Inhaltsbestandteilen Gelegenheit, mit dem Luftsauerstoff Verbindungen einzugehen.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Der Wein des Alentejo

Der Wein des AlentejoSchon die Römer und vor ihnen die antiken Kulturen ließen sich die saftigen Trauben schmecken, die an den Reben im Alentejo mit seinen Hügellandschaften und seinem fruchtbaren Boden wuchsen. Diese berühmte Region, die ein Drittel Portugals einnimmt, hat eine lange Weinbaugeschichte und ist heute als Anbauregion von einigen der beliebtesten Weine Portugals beliebt wie eh und je. Das reiche Erbe dieser Region und die riesigen Weinberge, die sich kilometerweit erstrecken, sorgen dafür, dass der Alentejo einen festen Platz auf der portugiesischen Wein-Landkarte hat.

Überall im Land stehen die berühmten Weine aus dem Alentejo auf Speisekarten von Restaurants, Bars und Cafés und sie sind die Wahl vieler Weinliebhaber, die Qualitätsweine wie die Rot- und Weißweine aus dem Alentejo genießen. Der Nordwesten des Alentejo, in der Nähe der spanischen Grenze, ist bergiger und hat eine grünere Landschaft, was Mikroklimata erschafft, die günstig für den Anbau von guten Qualitätstrauben sind. Und im Süden, wo das Klima wärmer ist, wachsen die Weinreben auf den sanft geschwungenen Hügeln und in den weitläufigen Flachlandgebieten.

Die typischen Rotweine des Alentejo können am besten als fruchtig und vollmundig beschrieben werden und gelten als leichte, süffige Weine mit einem weichen Geschmack. Die am häufigsten angebaute rote Rebsorte ist die Aragonez (Tempranillo) und für Weißweine wird häufig die erstklassige Rebsorte Antão Vaz verwendet.

Der Wein des Alentejo

Für die neue Generation der Rotwein werden auch importierte Rebsorten wie die Cabernet Sauvignon, Syrah, Alicante Bouschet unter anderem, verwendet. Was die Weißweine aus dem Alentejo betrifft, so sind diese etwas schwieriger herzustellen, aber die Ergebnisse sind fantastisch.

(Quelle: http://www.portugal-live.net)